(Gem)Einsamkeiten

shutterstock_f9photos4 Jahre – Du und ich – Ein Paar.

4 Jahre – Wir.

4 Jahre – Uns.

4 Jahre – Gemeinsamkeiten.

Ja, wir hatten viele Gemeinsamkeiten, haben unser Leben, unsere Liebe, unsere Wünsche, Sehnsüchte sowie Ängste – unsere Gefühle und Gedanken miteinander geteilt. Und am Ende wurde aus den einstigen Gemeinsamkeiten zwei stille Einsamkeiten.

Anscheinend gab es nichts mehr zu sagen, keine unausgesprochenen Worte  – Stille erfüllt den Raum, der nach wie vor mit Gefühlen angefüllt ist: Noch tangierst du mich, berührst mich – nach all den Wochen und Monaten ist immer noch etwas von dir in mir geblieben, ist da immer noch etwas in mir für dich, bist du mir nicht vollständig egal und ich bin wütend darüber, wütend auf dich, wütend auf dein Schweigen, wütend auf dein Gehen, wütend auf dein mich ziehen lassen, wütend auf all die unbeantworteten Fragen, wütend auf all die Stille die weiterhin zwischen uns herrscht. Und ich kann das nicht annehmen, nicht akzeptieren, nicht gut heißen und nicht lieben – weil es schmerzt, mir latent den Boden unter den Füßen wegzieht, macht dass ich mich verliere und Schwierigkeiten habe mich wieder zu finden, auf die Beine zu kommen. Und das, obwohl da offensichtlich doch gar nichts mehr ist:

Du und ich – sind nicht mehr.

Wir – sind getrennt.

Uns – ist vorbei.

Gemeinsamkeiten – sind zwei Einsamkeiten geworden.

Wir führen keine Beziehung mehr, wir stehen in keiner Freundschaft zu einander, wir haben keinen Kontakt, ich träume nicht mal mehr von dir und trotzdem scheinst du wie ein Schatten noch in meinem Leben zu sein, ein Teil meines Herzens in deine Gefangenschaft zu nehmen, einen Teil meiner Seele der Sonne zu berauben – wie ein schaler Nachgeschmack, der auch mit viel Optimismus und Blick nach Vorne nicht weg zu spülen ist. Wozu? Damit ich nicht vergesse, was wir hatten, das ich durch dich den Himmel sehen, spüren und berühren konnte. Glaub mir, dass werde ich nicht. Aber Liebster, ich bin müde davon, müde davon das meine Gedanken in deine Richtung abdriften. Es kostet mich Kraft, Kraft die ich für mein Leben brauche und für meine Projekte nutzen möchte.

Gib mich frei und ich tue es dir gleich. Und dann sehe ich zu, wie ich damit zurecht komme – mit dem allein Sein, dem mit mir Sein. Darf zusehen, wie ich aus der Einsamkeit wieder ein mit mir gemeinsam Sein mache.

In Liebe zu mir,
Belinda

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