Jetzt, da Du Abschied bist

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Jetzt, da Du Abschied bist, nicht mehr Beginn,
verzehr ich mich nach Dir wie nie zuvor,
entdeckt sich unsrer Liebe wahrer Sinn
und daß ich, was ich nie besaß, verlor,
jetzt da Du Abschied bist, nicht mehr Beginn.

Daß immer erst ein Schrecken uns besinnt
und erst beim Abschiednehmen Tränen fließen,
und daß die Zeit so unser Leben weiterspinnt,
daß man nicht halten kann und kaum genießen,
was flüchtig Wunder war und stets entrinnt.

Daß man die Liebe stets aufs Neue lernen muß,
und immer nach dem Auseinandergehen
alles so klein wird, was Verrat war und Verdruß,
und alles groß, was aus Verzauberung geschehen,
daß man die Liebe stets aufs Neue lernen muß.

Erst seit Du Abschied bist, nicht mehr Beginn,
erahne ich, wie Du mich immer fingst,
wenn ich verlor, was mich bestimmt, und wer ich bin,
Dich lieben lernte ich erst als Du gingst,
erst seit Du Abschied bist, nicht mehr Beginn.

Konstantin Wecker

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