Eine unendliche Geschichte

Es war ein warmer Sommernachmittag. Sie war 14 und er 16 als sie sich kennenlernten. Er verliebte sich in sie, worin genau – das weiß sie bis heute nicht. Aber es sollte lange anhalten – bis er jemanden fand der seine Gefühle erwiderte. Sie war fasziniert von ihm und ihr gefiel, dass sie ihm gefiel. Sie verbrachten viel Zeit miteinander, teilten Freud und Leid und passten aufeinander auf. Von einem Moment auf den nächsten, von Tag zu Tag. Die Nähe wuchs. Und plötzlich verbanden sich ihre Seelen miteinander – unmerklich und ewiglich, wie sie später feststellen sollte.

shutterstock_Malija

Und auch wenn das Leben ihre Herzen im gleichen Takt schlagen lies, so standen selbige nie gleichzeitig in Flammen. Sie verpassten sich immer um den entscheidenden Bruchteil einer Sekunde. Und so kamen andere Menschen, die diese Gelegenheit nutzen konnten sich einen Platz in der ersten Reihe im Herzen des anderen zu sichern. Aber im Hintergrund lief dennoch immer ihre gemeinsame Melodie, welche sie verband und den einen an den anderen erinnerte.

Und unabhängig davon, ob sie in Kontakt miteinander standen oder zeitlich und räumlich voneinander entfernt waren, beide wussten, das der andere da ist.
Vergessen konnten sie sich nie.
Und auch wenn sie zwischenzeitlich nicht miteinander sprachen, so träumte sie von ihm und er teilte ihr alles mit, was er ihr nicht sagen konnte.

15 Jahre sind seit ihrer ersten Begegnung bereits vergangen, Herzmenschen sind gekommen und gegangen, Kontakt löste die Stille ab und die Verbundenheit zwischen ihnen blieb. Immer wieder haben sie die Distanz überwunden, fanden einen Weg zueinander, erlaubten dem einen Zutritt zum Leben des anderen, öffneten wieder ihre Herzen füreinander und ließen sie im gleichen Takt schlagen. Aber das Feuer, das Feuer stellte sich nicht gleichzeitig ein. Vielleicht, weil sie sonst inmitten der Flammen verbrannt wären.

Und so bliebt der Ausgang ihrer Geschichte ungewiss, das Ende offen. Aber was sie immer wussten war, egal was in ihrem Leben auch passieren mochte, sie würden einander immer begleiten – als Konstanten, Seelenverwandte wie in guten auch in schlechten Zeiten.

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