Lebens(t)raum

Ich bin auf der Reise meines Lebens: Schon immer wollte ich nach Irland, auf die gruene Insel. Irgendetwas zieht mich dorthin. Es fuehlt sich so an, als waere dort auch ein Stueck meiner Geschichte verborgen. Und in diesem Jahr habe ich mir diesen Lebenstraum endlich erfuellt.

Das Leben ist einfach zu kurz, um auf das Morgen zu warten und
zu wertvoll, dass Jetzt zu verschenken!

Vor gut zwei Jahren bin ich schon einmal auf eine aehnliche Art nach und in Frankreich gereist: Hinflug und erste Uebernachtung gebucht und ab dann passierte das Leben. Dieses Mal habe ich ebenfalls nur den Hinflug und die ersten zwei Uebernachtungen plus Sightseeingtour in Dubin/Irland gebucht.

Aufregend. Jedes Mal aufs Neue.

Dublin ist wunderschoen, sehr geschichtstraechtig, ausgestattet mit monumentalen Gebaeuden und ueberall begegne ich so freundlichen Menschen. An fast jeder Ecke werde ich angesprochen, gefragt wie es mir geht und jeder hilft gerne weiter. Selten habe ich mich in einer fremden Stadt oder gar in einem fremden Land aka Insel so wohl, so zu Hause gefuehlt. Ganz intuitiv bewege ich mich durch die Strassen, brauche keine Karte, meine Fuesse tragen mich dorthin, wo sie eben hinwollen und fuehren mich immer wieder an meinen Ausgangspunkt zurueck.

Nach vier Tagen Dublin bin ich nach Galway (Westkueste) weitergefahren und bei einer wundervollen irischen Familie untergekommen. Dort fuehle ich mich ebenso 100.000 fach willkommen (caite mile forte – wie die Iren zu sagen pflegen). Ich liebe es so nah dran zu sein an der jeweiligen Kultur des Landes und mitzuerleben, wie deren Alltag gestaltet ist. Ein paar Minuten von meiner Unterkunft entfernt ist direkt der Strand:

Whitestrand in Galway

Sonne, Weite und Wind. Was braucht die Seele mehr, um Aufzutanken?

Weiter geht es nach Liscannor zu den Cliffs of Moher. Die Aussicht ist atemberaubend und es bedarf keiner weiteren Worte, um zu beschreiben, wie es sich anfuehlt dort zu stehen und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Ich nutze die Gelegenheit so nah am Ozean zu sein und uebergebe ihm das letzte Stueck meiner gemeinsamen Vergangenheit mit TH. Nun fuehle ich mich frei. Frei von allem, was mich innerlich noch gebunden hat. Stille und Frieden stellen sich ein.

Cliffs of Moher

Jetzt ist da wieder Platz/Lebensraum fuer etwas Neues.

Die Reise in dieses fremde Land bereichert und beseelt mich. Es ist wieder einmal mehr eine Reise zu mir selbst, welche noch lange nicht zu Ende ist. Und ich freue mich auf all die neuen Orte und Begegnungen, die ich sowohl in mir als auch um mich herum entdecken werde.

Denn die Verwirklichung von Lebenstraeumen eroeffnet neue Lebensraeume.

Und ich bin sehr dankbar dafuer.
Because it’s such a craic,
Eure Belinda

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5 Kommentare zu “Lebens(t)raum

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