Der Herbst meines Lebens

Auch wenn der kalendarische Herbst erst am 23. September beginnt, ist er bereits jetzt draußen spürbar:

Das Wetter schwingt um, die Luft riecht anders und die Blätter färben sich.
Und so wie die Natur sich wandelt, so wandelt sich auch meine Seele.

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Und der Kreis beginnt sich langsam zu schließen: Nun beginnt die letzte Jahreszeit in meinem Zyklus, die ich das erste Mal ohne TH verbringen darf. Und ich weiß bereits jetzt:

Es wird der Herbst meines Lebens!

Im letzten dreiviertel Jahr habe ich so wahnsinnig viel über mich gelernt.
Und das möchte ich gerne mit euch teilen:

  • Ein gutes Herz ist wichtiger als die Hülle. Sie ist vergänglich, aber das Gute bleibt.
  • Die Liebe eines anderen Menschen macht einen stärker, gibt Kraft an sich selbst zu glauben und sich selbst zu lieben. Die Liebe von und zu TH hat aus mir einen besseren Menschen gemacht, einen der sich um sich selbst kümmert und weiß das er liebenswert ist. (Danke TH dafür.)
  • Die Sprache der Liebe des Partners zu sprechen ist wichtig, damit dieser die Liebesbekundungen auch auf seinem Kanal empfangen kann! Meine Sprache der Liebe sind Geschenke, die von Herzen kommen: selbstgepflückte Blumen erfreuen mein Herz immer.
  • Das Liebesleben ist der Seismograph einer Beziehung. (Danke an MSL für diese – für mich doch bahnbrechende – wahre Erkenntnis.)
  • Nach einer Trennung ist es wichtig sich mindestens ein Jahr Partnerschaft nur mit sich selbst zu verschreiben. Nur so können wir uns selbst begegnen. Angst davor und auch vor allem was sich in dieser Zeit zeigt, ist ganz natürlich und darf sein.
  • Nur in der Begegnung mit uns selbst, können wir erfahren wer wir wirklich sind und nicht wer wir mit wem waren.
  • Am Anfang als TH mein Leben verließ, wollte ich alles weiter so machen wie bisher, um mir zu beweisen, dass ich es auch ohne ihn kann. Dabei geht es in Wirklichkeit darum herauszufinden, was ich eigentlich machen und wie ich mir selbst den eigenen Alltag organisieren möchte, welche Angewohnheiten beibehalten – weil eigen – und welche – weil fremdbestimmt – abgelegt und vielleicht sogar neu implementiert werden.
  • Ebenso ging es garnicht darum, herauszufinden wie der passende gemeinsame Urlaub aussieht, sondern wie ich am liebsten Urlaub mache. Und das ist an Orte zu reisen, zu denen ich immer schon wollte (Irland) und von einer wohligen (Home)Base in alle Himmelsrichtungen zu starten – ruhig, entspannt, im Einklang mit dem Lebenfluss. Ich liebe es auch nichts dort zu machen, wo ich angekommen bin und einfach in das dortige Leben einzutauchen.
  • Ich habe über den Tag genug Action, so dass ich meine Freizeit tatsächlich einfach ruhig, entspannt und unaufgeregt verbringe. Ja, manch einer würde mich vielleicht sogar als langweilig einstufen, aber in meinem Kopf passiert genug, das es für zwei reicht und so wird es mit mir nie uninteressant.
  • Ich bin garnicht soziophob, wie ich immer dachte – ich wollte nur nicht das Gefühl spüren, in der Gesellschaft anderer von TH nicht als seine Partnerin behandelt zu werden. Denn ich bin eine attraktive und geistreiche Frau, zu der Mann stolz erhobenen Hauptes in der Öffentlichkeit stehen kann sowie sollte und der durchaus mit liebevollen Gesten zum Ausdruck bringen darf, dass ich seine beste schmückende Beigleiterscheinung bin.
  • Warteschlangen und rote Ampel sind sehr wohl dazu gedacht, die Wartezeit für Küsse zu nutzen.
  • Erlaubt sind alle Gefühle: Wut, Traurigkeit, Trauer, Schmerz, Sehnsucht, Verletztheit, unerfüllte Liebe, aber auch Erleichterung etc. – umso mehr alles dasein darf, desto eher kann es sich wandeln. Alles hat seine Berechtigung  sowie Zeit und am Ende steht ein heiles und freies Herz. Es lohnt sich also!
  • Aber es gibt manchmal einen feinen Unterschied zwischen dem, was emotional wahrgenommen wird und dem, was der Realität entspricht. Daher ist es wichtig, aufmerksam abzuspüren und die Augen vor der Wahrheit nicht zu verschließen.
  • Nichts geht über die ausgesprochene Wahrheit: Kommunikation – kompromisslos und offen, ohne etwas zurückzuhalten! Sie ist der Garant für das Gelingen einer Beziehung, sonst stirbt selbige.
  • Jede Entscheidung die jemand für sich trifft, ist auch eine Entscheidung für einen selbst.
  • Selbst die dunkelste Nacht wird durch ein Licht erleuchtet– auch wenn es „nur“ die Laterne vor der Tür ist.
  • Schmerz ist heilsam und macht wach sowie letzendlich frei.
  • Momente folgen auf Momente – alles hat seine Zeit und geht vorrüber.
  • Auch Innehalten und gefühlte Rückschritte sind der Weg nach vorne. Sie gehören zum Heilungsprozess dazu.
  • Ich bin ausschließlich nur für mich selbst und für niemand anderen sonst verantwortlich. Sowie umgekehrt niemand anderes für mich und mein Glück zuständig ist, außer ich selbst.
  • Das Leben macht keine Fehler.

Und das Jahr ist noch nicht rum – was mag da noch alles wunderbares, aufregendes, Seelenberührendes und Herzerwärmendes auf mich zukommen? Ich freu mich drauf.

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Aber jetzt werde ich es erstmal dem Herbst gleichtun: Ich werde die letzten Schalen meiner Seele und meines Herzens wie gelbrote Blätter vom Baum im Wind fliegen lassen, mein farbiges Gewand der letzten facettenreichen Erinnerung abstreifen, mich frei machen, ganz nackt werden, um mich ganz zu erkennen und mich wie die Natur im Winter auf den neuen Frühling vorzubereiten.

Es wird der Herbst meines Lebens – ich spüre es schon:
Die Stimmung schwingt um, ich rieche anders und meine Seele färbt sich bunt.

In leuchtender Liebe,
Belinda

Literaturempfehlungen:

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Ein Kommentar zu “Der Herbst meines Lebens

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