VerBindung

Wir haben sie alle, sie sind immer da – unsichtbar, aber vorhanden: VerBindungen.
Manche sind körperlich, mache seelisch, vom Herzen her und andere alles.
Manche sind stärker, manche schwächer.
Manche sind essentiell, manche entbehrlich.
Manche sind beglückend und andere wiederum beschwerend.
Manche sind einfach und leicht wie eine Feder, andere kompliziert und anstrengend wie eine Bergbesteigung.
In manchen sind wir freiwillig, weil selbst gewählt und bei anderen haben wir gefühlt keine Wahl, sind da so „reingerutscht“. Karma ist eben ne Bitch 🙂

Aber am Ende gilt wie immer:
Wir entscheiden selbst, was wir daraus machen!shutterstock_190510136_KPG_Payless

Und genau an diesem Punkt bin ich aktuell in vielerlei Hinsicht und bzgl. verschiedener VerBindungen.

  1. Meine langjährige Freundschaft zu H.: Wir kennen uns seit dem 14. Lebensjahr. Uns hat früher ein sehr inniges, familiäres Band verbunden. Es gab Zeiten, da konnten wir nicht ohne einander und Zeiten, da mussten wir es. Und egal wie viele Kilometer (er in Australien, ich in Berlin) uns auch trennten, die Verbindung stand. Doch die Zeit voneinander entfernt hat auch andere (innere) Veränderungen ermöglicht und gefördert. Mit dem Ergebnis, das wir beide werden konnten, wer wir sein wollten und als wen wir gemeint waren. Gleichzeitig hat dies jedoch auch Einfluss auf unsere Passung gehabt. So sind wir nach wie vor mit einander verbunden , so wie wir es schon immer waren, aber irgendwie passt es nicht mehr so richtig bzw. finden wir keinen Weg mehr zu einander, können nicht mehr auf dem passenden Kanal miteinander kommunizieren. Wir sprechen nicht mehr die gleiche Sprache. Es gab eine Zeit, da hat mich das sehr traurig gemacht und ich hätte es mir anders gewünscht. Mittlerweile erkenne ich diese Begebenheit jedoch an und akzeptiere sie. Die Frage die bei mir bleibt ist, wie gehe ich damit um, mich auf emotionaler Ebene verbunden zu fühlen, aber in der Realität nicht mehr mit ihm in Resonanz gehen zu wollen? Beides gleich-gültig nebeneinander stehen lassen, bis das eine im anderen auf geht und/oder es sich (auf)löst?

Und so hat alles im Leben wohl seine Zeit.

2. Meine Beziehung zu J.: Er ist mein Herzens- sowie mein aktueller Lieblingsmensch. Er ist die Erfüllung all meiner Wünsche, der Mann meiner Träume, der schönste Ort an dem ich gerne bin, der Mensch mit dem ich durchs Leben gehen will. Wir sind sehr stark miteinander verbunden: Unsere Seelen schwingen in der gleichen Melodie. Wir sprechen die gleiche Sprache. Wir sind kompromisslos offen zu- und miteinander, stehen uns so auch angezogen nackt gegenüber – ohne Deckung geschützt. Diese besondere Art unserer VerBindung beglückt und bereichert mich un-heim-lich. Gleichzeitig macht sie mir wahnsinnige Angst: Ich habe so etwas zuvor noch nicht erlebt/erleben dürfen. Dieses Programm gibt es auf meiner Festplatte nicht. Und so stehe ich jedes Mal kurz vor dem Overload und das Sicherheitsupdate der Gefühllosigkeit schaltet sich ein. Ahhhh. Konfusität. Wie geht mann/frau damit um, wenn die Passung in der Realität nicht grandioser sein könnte, aber sich die emotionale VerBindung aufgrund der gefühlsmäßigen Überlastung manchmal aufgelöst anfühlt? Im Sturm der (emotionalen) Verwirrung stehen bleiben, sich auf das Wesentliche besinnen, wieder ins Fühlen kommen?

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Am Ende ist es möglicherweise so:
Herzensbindung und Seelenpassung sind manchmal zwei verschiedene Dinge
– zwei Seiten ein und der selben Medaille.

Sie funktionieren nur zusammen,
wenn beides in Bewegung kommt und im Austausch bleibt.

In Liebe verbunden,
Belinda

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2 Kommentare zu “VerBindung

  1. Hallo Belinda,

    ich kann dich so gut verstehen. Zu Punkt 2 kann ich dir sagen: lass es einfach geschehen, genieße was du hast. Beim Liebsten und mir ist es ähnlich und lange Zeit habe ich darauf gewartet, dass etwas passiert, was diesen Traumzustand beendet. Zeitweise habe ich Hinweise dafür gesucht, dass er vielleicht sein eigenes Geschlecht lieber haben könnte und ich nur Alibi bin. Inzwischen ist das ein Running Gag zwischen uns und wir genießen unser Glück so oft und so gut wir können. Wünsche dir, dass ihr das auch erreichen könnt.

    Zum Thema Freundschaft, die man nicht so recht aufgeben mag: zwar ist es bei mir kein ehemaliger Partner, sondern ein bisher gute Freundin, die sich verändert hat. Das tat weh, sehr sogar, habe wirklich lange gebraucht mich damit abzufinden. Aber es nicht zu tun wäre eine zu große Belastung gewesen, das habe ich inzwischen erkannt. Somit kann ich dir zustimmen, dass die Zeit es bringen wird, das du mit der veränderten Situation umgehen kannst.

    Wünsche dir weiterhin alles Gute.
    Viele liebe Grüße, Silke

    • Liebe Silke,

      danke fürs Gedanken und Erfahrungen teilen!
      Bzgl. Punkt 2 geb ich mein Bestes – er macht es mir wirklich einfach, nur kann ich manchmal nicht dran glauben, dass es so glatt laufen kann.
      Bzgl. Punkt 1 bin ich auch ganz bei dir. Ich lass es auslaufen. Er sagt sowieso immer nur das er sich meldet und tut es nicht, außer es kommt nix von mir. Hat also keinen Gehalt und Mehrwert für mich.

      Liebste Grüße
      Belinda

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