Liebe

„Liebe als das entscheidende Element prägt den Charakter der frühsten Beziehungen und steht damit an der Wurzel menschlicher Grundbedürfnisse. Daher kann sie als Sorge um die gegenseitige Erfüllung dieser Grundbedürfnisse beschrieben werden. Sie bestimmt die Vorzeichen auf der Beziehungsebene und definiert dadurch die Bedeutung körpersprachlicher Kommunikation. Sie entscheidet also grundsätzlich über Sinn und Unsinn leiblich-sinnlichen Ausdrucks und ist dadurch gleichzeitig dessen Maßstab und Norm. Sie ersetzt die Frage nach erlaubt und verboten durch die tiefergehende und ausschlaggebende nach liebevoll oder lieblos und setzt damit letztgültige Kriterien.

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Sie bleibt un-fassbar, frei und geheimnisvoll, unbegreiflich und unberechenbar, überwältigend, ein Elementarereignis, ein unverdienbares Geschenk, ein nicht durchsetzbarer Anspruch und ein nicht einklagbares Recht, ein unerschöpflicher Reichtum und eine unstillbare Sehnsucht. Sie ist die Kraft, welche die Welt bewegt und gleichzeitig, wie es das Volkslied weiß, so zart und zerbrechlich wie eine Seifenblase. Und so ist sie zugleich eine Kunst, die erlernt und geübt werden muss, auch eine Entscheidung und Aufgabe, ein lebenslanges Werk und des Rätsels Lösung.“
(Loewit (1988): Geheimsprache Sexualität, 93f.)

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