Halbzeit

20 Wochen trage ich Dich jetzt schon unter meinem Herzen.
20 Wochen bin ich bereits Dein Zuhause.
20 Wochen bist Du meine Begleitung – wo ich bin, bist auch Du.
20 Wochen – und 20 weitere kommen noch.

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Du L(i)ebenswesen bist jetzt 25 cm groß und wiegst 300 Gramm – so zart, klein und zerbrechlich. Und dennoch so agil, gewaltig und unbeschreiblich.

Seit dem Moment, sowie den vielen danach, seit dem wir wissen, dass Du in unser Leben kommst und wir Dich spüren, hat das unsere schon jetzt sehr verändert – äußerlich/körperlich ebenso wie innerlich/(zwischen)menschlich.

Äußerlich/körperlich werde ich immer weiblicher sowie fraulicher, weicher und mein Bauch runder – wie ein kleines Ü-Ei.

Innerlich/(zwischen)menschlich lernen wir (Du und ich sowie er und ich) uns immer mehr kennen – anders, genauer, intensiver sowie detaillierter und feiner.
Wer und wie sind wir als Paar? Was macht Partnerschaft (für uns) aus?
Ich lerne mich anders kennen, nehme mich anders wahr – als Mensch, Frau, Freundin, Partnerin, Tochter, Schwester, ja auch als werdende Mama – wer bin ich eigentlich und wer werde ich sein, wenn du da bist? Was bedeutet das dann eigentlich? Was macht das – du, deine Ankunft mit mir und auch mit dem Uns? Wie gehe ich, wie gehen wir damit um?

Ich merke, dass ich unbewusst mitten in diesem (Selbsterkenntnis)Prozess bin, so dass ich manchmal gar nicht für diese Beziehung zur Verfügung stehe. Das ist verwirrend, wird die Schwangerschaft nach Außen hin überwiegend als eine wunderbare Erfahrung sowie von der Liebe getragenen (Pärchen)Zeit dargestellt. Kennt ihr das? Wie sind eure Erfahrungen?

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Ich empfinde diese wundersame und -volle Zeit vorallem als eine Zeit des Wandels und Umbruchs:
Meine Projektstelle endete, ich stehe dem Arbeitsleben nicht mehr zur Verfügung und kann mich daher auch nicht mehr mit der Rolle der Leistungserbringerin identifizieren.
Ich ziehe nach mehr als elf Jahren in eine neue Stadt in ein anderes Bundesland, in dem wir beide noch nicht gelebt haben.
Und last but not least lebe ich mit (m)einem Mann zusammen, der bei sich angekommen ist, mich und unser L(i)ebenswesen über alles liebt, begleitet und unterstützt und mit dem ich eine Familie gründe.

Und ich habe noch 20 Wochen, um mich mit all dem anzufreunden, mich darauf einzulassen und es zuzulassen, was passiert und auf uns zukommen wird.
Und ich will es, denn es ist Zeit für Veränderung.
Und ich bin bereit – bereit für dich und für das Uns!

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2 Kommentare zu “Halbzeit

  1. Hallo Du liebe, wie geht es Dir körperlich? Wünsche Dir die Ruhe, die Du brauchst um Dich neu zu (er-)finden in diesen vielen Veränderungen. Lass es Dir / lasst es Euch gut ergehen. Alles Gute. ❤

    • Hallo du Liebe zurück,

      vielen lieben Dank, das mache ich. Das Schöne ist ja, das mein Wegbegleiter mich und meine Befindlichkeiten versteht und mich so sein lässt, wie ich bin, so dass ich wirklich alle Zeit der Welt habe, mich darauf einzustellen. Ein Geschenk.
      Körperlich geht es mir gut, ab und zu fühle ich mich zwar wie eine Oma, weil einfach nicht mehr so viel geht bzw. die Uhren sich jetzt anders drehen. Aber ich genieße das Zappeln im Bauch und die Zeit mit mir 🙂 Wie gehts dir?

      LG Belinda

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