Wie fühlt es sich an …

… Mama zu werden?

Gross. Sehr gross.

Es ist eine Aufgabe. Einen Lebensaufgabe. Schließlich bist du ab dem ersten Atemzug deines Zauberkindes für es zuständig – mindestens so lange bis es selbstständig(er) is(s)t und sich um sich selbst kümmern kann – welches ja gut zwei Jahrzehnte dauern kann.
Auch eine LebensAufgabe im weiteren Sinne: Es ist ein wenig so, als würdest du dein Leben für das deines Zauberkindes eintauschen: alles dreht sich (erstmal) um die Bedürfnisse deines Spatzes: Sättigung des Hungergefühls, eine trockene Windel, saubere und frische Kleidung, every day Spaziergänge an der frischen Luft und gaaaaaannnzzzz wichtig viel getragen Werden, ganz viel Nähe, Liebe und Aufmerksamkeit.

Daher ist es auch anstrengend. Sehr anstrengend.

Mein Zauberkind ist ein Trage- und Zwei-Stunden-Still-Kind. Das ist körperlich anstrengend und ich bin mehr als froh das es Tragetücher/-hilfen und Osteopathen gibt. Vorallem, weil ich als Strukturliebhaberin gerne einem bestimmten Plan am Tag folge, welcher mit dieser Art der körperlichen Anstrengung nicht mehr wirklich realisierbar ist und mich doch ein Stück weit an meine Grenzen führt. Zudem ist es mental herausfordernd, weil möglicherweise eine begonne Aktivität nicht bis zum Schluss ausgeführt werden kann, weil das Zauberkind „dazwischen“ kommt. Stellt euch auf Unterbrechungen ein. Das Kind geht vor und mir das manchmal gegen meinen Plan. Da heißt es dann „wusam“ und Geduld bewahren. Ebenso wie bei Schreiattacken, Bauchschmerzen, Übermüdung etc. Immer gut bei sich bleiben und an das Lächeln des Zauberkindes kurz davor und danach wieder denken!

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Geerdet.

Anders kann ich es gar nicht beschreiben. Ich bin kein „Kopf-in-den-Wolken-Typ“, sondern schon immer eine sehr realitätsnahe (Nach)Denkerin gewesen, immer mit Blick auf meine nächsten zu realisierenden Ziele. Und jetzt? Jetzt bin ich immer noch ich, aber im HIER – vorallem bei meinem Zauberkind. Andere Dinge sind jetzt wichtiger und andere dafür nachrangig. In erster Linie geht es um das Dasein, geerdet sein für das Kind. Und das bin ich mit ihrer Ankunft auf dieser Erde irgendwie geworden.

Familär. Zu Hause angekommen.

Was auch immer wir vorher waren: Single, verliebt, verlobt, verheiratet, also alleine oder mit einem anderen Menschen zusammen – ist jetzt nicht mehr. Aus eurem Ort der Beziehung ist von einem auf den anderen Moment ein neuer geworden:
der Ort der Familie, eure Familie – selbst gewählt und selbst geschaffen.
Hier könnt ihr zu Hause sein und das ist unbezahlbar.

Liebend und geliebt.

Und das wichtigste zum Schluss: LIEBE LIEBE LIEBE
Die größte bedingungslose Liebe die ihr euch vorstellen könnt. Natürlich auch verbunden mit der größten Angst um dieses zarte Leben. Aber es ist bei uns ja in den sichersten Händen: wohlbehütet, beschützt und geliebt.

Ich liebe sie auf eine stille, tiefe, raumübergreifende, wortlose Art und Weise und fühle mich von diesem Zauberwesen auf die gleiche Art zurück geliebt.

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5 Kommentare zu “Wie fühlt es sich an …

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